Ich sehe den Podcast als einen grossen Beitrag
für das informelle Lernen. Vor allem dann, wenn der
Podcast so aufbereitet wird, dass er die Rolle eines
Motivators übernimmt oder als Lieferant für Hintergrundinformationen
dient”.
Dieses Zitat von Andreas Reinhardt, Network for Educational Technology (NET), ETH Zürich überrascht zunächst einmal. Denn Podcast könnte ja primär im Instructions-design zur audiovisuellen “Vorlesung” oder einer Präsentation eingesetzt werden. Informelle Lernprozesse sind widerum verknüpft mit aktuellen Problemen, Alltagsfragen und Herausforderungen, deren Lösungen zu neuen Erkenntnissen führen. Worin liegt dann der Nutzen für informelle Lernprozesse?
Podcasts haben die Chance, die oft beklagte emotionale Distanz zwischen Online-Content und Lernende zu überbrücken, indem die Stimme und evtl. ein Videobild (bei vodcasts) Authensität zwischen dem Gesprochenen und dem Sprechenden unmittelbarer als durch Texte herstellen kann. Sie können motivieren, Hintergrundszenarien aufzeigen und Denkanstöße weitergeben. Insofern sehe ich schon einen Bezug zu informellen Lernprozessen.