Keine e-mails mehr nach Feierabend!

Der VW-Konzern wird in Zukunft keine e-mails mehr nach Feierabend laut spiegel-online.de an seine Mitarbeiter verschicken.

Diese Meldung ist ein Hammer!  Warum? Naja, weil sie den Focus auf die Notwendigkeit lenkt, die Strukturen für einen angemesenen Umgang mit den medialen Optionen zu schaffen und die mediale Nutzung insgesamt in die Persönlichkeitsstruktur von einzelnen einzubinden (Coaching von work-live-balance).

Braucht es dazu wirklich die politische Entscheidung der Konzernführung, die auf Druck des Betriebsrates den Stopp durchboxte? Oder müssen wir nicht stärker als bisher “Arbeit und Arbeitsbedingungen” in einen ethischen Kontext stellen? Ich meine ja.

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Urheberrecht

Das Landgericht Stuttgart hat am 11.10.2011 ein Urteil ausgesprochen, das für alle Lehrende interessant sein könnte: Bis zu 10 Prozent eines Gesamtwerkes kann im Intranet einer Bildungseinrichtung einer spezifischen Gruppe online zur Verfügung gestellt werden. Diese Bereitstellung muss aber auf eine ganz konkrete Seminargruppe beschränkt sein und wieder nach Beendigung des Seminars gelöscht werden.

Urheberrechtsgesetz

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Web 2.0 verändert die Lernlandschaft

Auf der Seite www.virteam.de finden Sie seit 2003 Artikel zur virtuellen Lern- und Teamarbeit, die ich mit Clemens Niederholtmeyer im Wechsel erstellt habe und von Zeit zu Zeit ergänze. In diesen Artikeln spiegeln sich Entwicklungen wieder, in denen wir Methoden, Konzepte und Produkte in der virtuellen Lern- und Teamarbeit begleiten und kommentieren.

Gerade eben habe ich den Artikel “Web 2.0 verändert die Lernlandschaft´” ergänzt mit dem Kommentar:

“Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es eine stabile Lernumgebung für eine spezifische Lerngruppe geben muss und diese am besten in einem LMS (Lernmanagementsystem) abgebildet ist.

Ich habe selbst oft genug den Fehler gemacht, Lernende zu überfordern mit offenen Lernsettings (knappe Aufgabenbeschreibung, grobe Vorgaben über Methodenauswahl) und bin heute der Meinung, dass Lernende eng auch in der Wahl der zur Verfügung stehenden Methoden begleitet werden müssen.”

Gesamter Artikel auf www.virteam.de

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Ältere Arbeitnehmer lernen anders

Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim untersucht die Weiterbildung von älteren Mitarbeiter/-innen in 150 Unternehmen und von 6000 Weiterbildungsteilnehmern.

Ältere Arbeitnehmer reagieren in Weiterbildungsseminaren deutlich motivierter, wenn der Seminarinhalt an ihren bisherigen Erfahrungen andockt und das Lernen im Seminar zu konkreten Veränderungen am Arbeitsplatz führt. Formelle und abstrakte Weiterbildungsinhalte werden deutlich weniger in Anspruch genommen. Daher bevorzugen ältere Mitarbeiter Training on the job oder Lernphasen mit einer hohem Selbstlernorganisation.

Zur englischsprachigen Studie

Diese Erkenntnisse sind für mich wichtig und natürlich eine Bestätigung, da ich in der letzten Zeit einige Seminare leitete, die zu mind. 50 Prozent aus Teilnehmer/innen 45 + bestanden.

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Weiterbildung bleibt attraktiv

Aus einer Umfrage des Wuppertaler Kreises e.V. – Bundesverband betrieblicher Weiterbildung geht hervor, dass Unternehmen weiterhin verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Während die SGB-geförderten Maßnahmen zur Qualifizierung arbeitsloser Jugendlicher und Erwachsener aufgrund der konjunkturellen Lage zurückgehen, steigen die Anstrengungen der Profit- und Non-Profit-Unternehmen in die Qualifizierung ihrer Belegschaften.

Dabei sind einerseits die Zielgruppen der jungen und älteren, langjährig beschäftigten Mitarbeiter mit spezifischen Angeboten interessant und andererseits die didaktischen Konzepte demografisch passgenau zu entwickeln.

Ich empfinde dies als eine spannende und herausfordernde Aufgabe und freue mich auf die nächsten Monate.

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Wie entwickelt sich das betriebliche Lernen weiter?

Das Institut für Medien- und Kompetenzforschung (MMB) befragte Experten und Verantwortliche in Unternehmen, welche Weiterbildungsformen im Zeitraum von 3 Jahren im Trend liegen:

  • Der Trend geht eindeutig zu kleinen und konkreten Lerneinheiten (Wochenseminare sind out), Stichwort Microlearning oder Rapid learning
  • Mobile Endgeräte (handy, laptop, Tablets…) werden immer häufiger als Medien in betrieblichen Weiterbildungsszenarien eingesetzt

Wer sich für die betriebliche Weiterbildung interessiert, wird mit den Ergebnissen dieser Studie bestärkt. Noch viel interessanter als die vorgestellten Erwartungen und vermuteten Trends ist die Bemerkung, dass es immer wichtiger wird, das Wissen älterer Mitarbeiter zu erfassen.  Und überhaupt, Personalentwickler machen sich langsam Gedanken, wie die Erfahrungen und Kompetenzen der  leaving experts stärker genutzt werden können. Dies ist kein Wunder angesichts des Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung.

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Es stagniert

Ich bin heute über einen interessanten Artikel von Robert Murdoch , dem Medienunternehmer Nr. 1, vom 10. Juni 2011 gestoßen, der mich schon sehr beschäftigt.

Er stellt lakonisch fest: Das Bildungssystem ist die einzige Refugie, in der man nach 50 Jahren Dauerschlaf aufwacht und feststellt, dass sich nichts wesentliches verändert hat.

Uauuuh, das sitzt. Diese Aussage ist natürlich übertrieben, klar, aber dennoch im Kern wahr. Wenn wir die rasante technische, gesellschaftliche und soziale Entwicklung der letzten 50 Jahren wie einen Film im Schnelldurchlauf vor uns vorbeirauschen lassen, dann kann es uns schwindlig werden. Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, morgens 07:05 und verfasse diesen Artikel. In 10 minuten bin ich fertig, klicke auf “Go” und in Sekunden können diese Zeilen Menschen auf der ganzen Welt lesen, …wenn sie wollen.  :-)

Wie sieht es dann in dem Bildungssystem aus?

Naja, in den fünfzig Jahren hat sich, lieber Robert Murdoch, doch einiges getan. Wir Lehrende stehen nicht mehr mit dem Rohrstock vor der Klasse. In unseren Klassenzimmern zieht es nicht mehr wie auf einem Bahnhof …..

Bezieht man die durchaus festzustellende Veränderungen auf die Entwicklung des Lernens selber, auf didaktische Konzepte und die sie unterstützenden Medien, dann erinnert die derzeitige Situation in der Bildungslandschaft doch an die Aussage von Robert Murdoch:

- In den letzten Jahren wurden im Bildungssystem etliche Millionen in die technische Infrastruktur für Computer, Whiteboards und Netzwerke gesteckt.

- Konzepte, die sich mit dem digitalen Lehren und lernen befassen, kommen nicht aus dem Projektstatus heraus.

- Der Wille, digitale Medien in die alltäglichen Lehr- und Lernprozesse zu integrieren, scheitert an vielen Faktoren, die mit den verantwortlichen Akteuren zusammenhängen: Bildungspolitiker, Schulverantwortliche, Lehrkräfte.

- Es gibt eine kleine Schar von Interessierten, die sich seit Jahren um die Integration von digitalen Medien in Bildungsprozessen bemühen, z.T. mit beachtlichen Wirkungen (z.B. in der Hochschullandschaft).

- Allerdings findet man auf breiter Linie zwar genügend Fensterreden, aber kaum strukturelle Veränderungen, welche die Rahmenbedingungen für die Integration digitaler Medien in Lehr- und Lernprozessen ermöglichen: Breite Fortbildungen für Lehrkräfte, verbindliche didaktische Konzepte und

Wenn Lehrkräfte zwar zu über 90 Prozent ihre Unterrichtsvorbereitung mit Hilfe von Internetressourcen unterstützen, aber nur zu einem verschwindend geringen Prozentsatz dieselbigen im Unterricht mit den Lernenden anwenden, dann wird es wirklich Zeit, sich über dieses Missverhältnis systematisch Gedanken zu machen und Entscheidungen zu treffen.

Ich habe den Eindruck, und hier unterstützt mich die Aussage von Robert Murdoch, dass im Moment die Entwicklung bzgl. der Integration digitaler Medien stagniert.

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demographische Entwicklung in Europa

Ich bin auf ein interessantes Papier der Europäischen Kommission gestoßen: Demography Report 2010. Es enthält viele Daten und Informationen zur demographischen Bevölkerungsentwicklung in Europa. Sehr interessant fand ich folgendes Zitat:

Die Zukunft Europas hängt in hohem Maße davon ab, ob das hohe Potenzial
der beiden am schnellsten wachsenden Bevölkerungsteile genutzt werden
kann: ältere Menschen und Einwanderer. ”

Weiterhin werden evtl. entscheidende Faktoren für die zukünftigen wirtschaftliche und soziale Entwicklung festgestellt:

  • die Förderung des aktiven Alterns
  • die Integration von Migranten und deren Nachkommen
  • die Vereinbarkeit von bezahlter Arbeit und familiärer Verpflichtungen

Quelle: European Commission. Demography report 2010.

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Demographischer Wandel in Oekonomie und Arbeitswelt

Der demographische Wandel löst bei vielen Menschen Problemszenarien aus. Gibt es Alternativen? Warum sollte man Menschen daran hindern, solange sie können und wollen,  zu arbeiten? Wovon könnte die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft abhängen?

Interessante Impulse habe ich in der Märzausgabe von “Das Parlament” mit weiteren Quellen und Links gefunden. Hier zur Online-Ausgabe

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Demographische Entwicklung in der Personalentwicklung

Jeder weiß: “Wir werden älter”.  Das gilt für jeden Einzelnen, wie für die Gesellschaft. Und jeder weiß auch, dass wir Alle uns -persönlich und gesellschaftlich- darauf einstellen müssen. Wie reagieren Menschen und Organisationen darauf?

Jeder Einzelne von uns spart, sorgt vor und stellt sich mehr oder weniger mental darauf ein. Innerhalb gesellschaftlicher Gruppen gibt es eine differenzierte Auseinandersetzung angesichts der Tatsache, dass uns massive gesellschaftliche Veränderungen erwarten.

In der gesellschaftspolitischen Debatte geht es nicht nur um Finanzierungskonzepte, sondern auch um grundlegende Modelle.  Z.B. um die Frage, ob unser Lebensarbeitszeitmodell zukünftig noch trägt: Ausbildung, Beschäftigungszeit, Ruhestand. Schon längst vermischen sich die klaren Grenzen z.B. zwischen Ausbildung und Beschäftigungsphase unter dem Stichwort “Lebenslanges Lernen”. Die Grenzen zwischen Beschäftigungszeiten und Ruhestandsphasen sind ebenfalls am Bröckeln. Warum können wir uns nicht vorstellen, bis zum Alter von 80 Jahren zu arbeiten und dafür schon ab 50 Jahren z.B. nur noch 20 Stunden im Erwerbsberuf arbeiten?

Das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe AGJ “Anforderungen an Personalentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe vor dem Hintergrund demographischer Entwicklungen” versucht “Spuren in die Zukunft” zu legen:

Personalentwicklung muss systematisch die demographische Entwicklung der Mitarbeiter/-innen in den Blick nehmen und gezielte Programme entwickeln.

Link zum Positionspapier der AGJ

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